Idesam startet einen globalen Forschungs- und Entwicklungswettbewerb, um die biologische Vielfalt des Amazonas in wirkungsorientierte Unternehmen zu verwandeln

14.05.2026

Bis zum 30. Juni können Bewerbungen für eine Initiative eingereicht werden, die Stipendien, Geldpreise und ein intensives Erlebnis im Amazonasgebiet bietet. 

MANAUS, Brasilien, 14. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Das Institut für Erhaltung und nachhaltige Entwicklung des Amazonas (Idesam) hat einen internationalen Wettbewerb gestartet, der darauf abzielt, wissenschaftliche Erkenntnisse über die biologische Vielfalt des Amazonas-Regenwaldes in Produkte und wirkungsorientierte Unternehmen zu verwandeln.

Die Amazon Bioinnovation Challenge ist eine der größten Initiativen ihrer Art, die sich auf Innovationen im Bereich der Bioökonomie in der Region konzentriert. Bewerbungen sind bis zum 30. Juni 2026 möglich. Die Initiative sucht Fachleute für Forschung und Entwicklung (FuE) mit internationaler Erfahrung in Bereichen wie Kosmetik, Lebensmittel und biobasierte Materialien.

Das Programm zielt darauf ab, modernste Wissenschaft mit lokalem und traditionellem Wissen zu verbinden, um Lösungen zu entwickeln, die einen wirtschaftlichen Wert schaffen und gleichzeitig den Regenwald erhalten und die Gemeinden im Amazonasgebiet unterstützen.



„Bei dieser Herausforderung geht es darum, wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische Lösungen umzusetzen, die den Wald erhalten und gleichzeitig nachhaltige wirtschaftliche Möglichkeiten schaffen", sagte Paulo Simonetti, Leiter der Abteilung Open Innovation und ESG bei Idesam.

Das Programm umfasst sechs Schwerpunktbereiche, wie die Entwicklung von Biomaterialien aus einheimischem Kautschuk, die Verwendung von Açaí-Nebenprodukten und die Förderung von Innovationen unter Verwendung von Amazonasölen wie Andiroba, Copaíba und Buriti.

Idesam wird zunächst 25 FuE-Spezialisten und 25 Innovatoren auswählen. Zehn Teams nehmen an einem 15-tägigen Aufenthalt im Amazonasgebiet teil, mit Aktivitäten in Manaus und den umliegenden Gemeinden; alle Kosten werden übernommen.

Die ausgewählten Teilnehmer erhalten finanzielle und technische Unterstützung. F&E-Spezialisten haben Anspruch auf monatliche Zuschüsse zwischen 650 und 1.300 US-Dollar für sechs Monate sowie auf Zugang zu Laboreinrichtungen, Mentoring und rund 20.000 US-Dollar pro Team für Tests und Validierung.

Die drei Gewinnerteams erhalten Preise in Höhe von 20.000 bis 40.000 US-Dollar sowie laufende Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Unternehmen, einschließlich rechtlicher Beratung und Zugang zu Markt- und Investitionsnetzwerken.

Die Initiative wird vom Bezos Earth Fund finanziert und von Partnern wie der Penn State University unterstützt.

Das Amazonasgebiet ist eine der artenreichsten Regionen der Welt und ein entscheidender Grenzbereich für Innovationen im Bereich der nachhaltigen Bioökonomie, so dass Initiativen wie diese entscheidend dazu beitragen, Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung in Einklang zu bringen.

Bewerbungen sind unter erhältlich.

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CAR-Institut: 2,5 Milliarden Euro Zusatzkosten durch Trumps EU-Autozölle

04.05.2026

Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle von 25 Prozent auf Neuwagenimporte aus der Europäischen Union würden nach Einschätzung von Branchenexperten vor allem die deutsche Autoindustrie treffen. Berechnungen des Center Automotive Research (CAR) in Bochum zufolge kämen allein auf die Autoproduktion in Deutschland zusätzliche Belastungen von rund 2,5 Milliarden Euro pro Jahr zu. Hinzu kämen weitere Kosten für US-Exporte deutscher Hersteller aus Werken in anderen EU-Staaten.

Obwohl sich die Maßnahmen formal gegen die gesamte EU richten, sieht CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer insbesondere Deutschland im Visier Washingtons. Die Exporte anderer ausländischer Autobauer in die USA seien „unwesentlich“, sagte er und sprach mit Blick auf die neuen Zoll-Drohungen vom möglichen Beginn eines „Wirtschaftskriegs gegen Deutschland“. Die Maßnahmen würden die Hersteller jedoch unterschiedlich hart treffen, abhängig von ihrer Produktionsstruktur und Präsenz in den Vereinigten Staaten.

Relativ besser gestellt wären demnach Konzerne wie BMW und Mercedes-Benz, die über umfangreiche Produktionskapazitäten in den USA verfügen. In ihren US-Werken fertigen sie vor allem SUV-Modelle, die den Großteil ihrer Verkäufe auf dem US-Markt ausmachen. Diese lokale Produktion wirkt nach Einschätzung Dudenhöffers wie ein „Zollschutz“, weil in den USA montierte Fahrzeuge nicht unter die geplanten Importzölle auf Neuwagen aus der EU fallen würden.

Deutlich verwundbarer wären dagegen Marken wie Audi und Porsche, die ihre Fahrzeuge bislang weitgehend aus Europa in die USA liefern. Für sie könnten die neuen Einfuhrabgaben ein Anreiz sein, Pläne zum Aufbau eigener Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten zu beschleunigen. Vollständig auffangen können die Hersteller die zusätzlichen Kosten nach Einschätzung des CAR-Instituts jedoch nicht. Ein Teil der Belastungen dürfte über Preiserhöhungen an die US-Käufer weitergegeben werden. Dank der starken Markenbindung rechnet Dudenhöffer zwar nicht mit einem abrupten Nachfrageeinbruch, die deutschen Autobauer stünden jedoch vor der Herausforderung, ihre Preissetzung und Standortstrategie zügig an die neue handelspolitische Lage anzupassen.